A+ A-

Wer wohnt in den Posener Töpfen?

Es reicht ein kurzer Spaziergang durch die Altstadt um sich davon zu überzeugen, wie groß das kulinarische Angebot Posens ist. Zum einen sind es die Lokale selbst, aber vor allem die Küchenchefs, die das Angebot ausmachen. Wer sind also die Leute, deren Werke wir auf unseren Tellern bewundern? Immer öfter beantworten diese Frage gerne die Köche selber. Hier möchten wir einige der talentiertesten unter ihnen, sowie ihre Arbeitsplätze vorstellen.

Das Kleinste in ganz Polen

chef Radek Nejman (Vine Bridge)
 
Vine Bridge in Śródka ist das kleinste Restaurant Polens. Es passt in nur 27m²! „Es ist zu klein, um sich vor den Gästen zu verstecken.”, lacht Küchechef Radosław Nejman. Die Gäste kommen nicht nur her um zu essen. Sie können Ideen austauschen und gemeinsam kochen. „Radek ist für seine Liebe zu regionalen Produkten, ungewöhnliche visuelle Kreationen und ein besonderes Gespür für Geschmack bekannt.”, ergänzt Artur Trando, der Manager und Kellner des Restaurants. Das Vine Bridge ist ebenfalls für seine Experimentierfreudigkeit berühmt. In dieser Saison war es die Solar-Küche, also kochen mithilfe von Sonnenenergie.

Eigenes Bier und Brot

chef Paweł Rozmiarek (Brovaria)
Das Brovaria auf dem Alten Markt ist eines der größeren Lokale der Stadt. Die Küche bewirtet das Restaurant, den Biersaal, die Bar und den Biergarten. „ Ich kann nicht so viel Zeit mit den Gästen verbringen, wie ich gerne würde. Ich bemühe mich aber so oft wie möglich bei ihnen zu sein. Ich möchte wissen was die Gäste denken, denn das bestimmt die Richtung unserer Bemühungen”, sagt Paweł Rozmiarek, Küchenchef und zweifacher Gewinner von Polens Kulinarischen Pokal. Obwohl das Lokal für sein selbst gebrautes Bier berühmt ist, ist es auch stolz auf weitere, vor Ort hergestellte Produkte, wie zum Beispiel Brot oder Eis.

Das Beleben einer Tradition

Ewa i Piotr Michalscy (Toga)
 
Iihre Arbeit in Abgrenzung von den Gästen können sich Ewa und Piotr Michalscy, Eigentümer des Restaurants Toga am pl. Wolności, überhaupt nicht vorstellen. Sie teilen gerne ihre Erfahrungen und lassen sich zu neuen Ideen inspirieren. Daher haben się beispielsweise vor Kurzem mit einigen Schülern 5 Meter lange Nudeln hergestellt. Das Toga ist ein Ort, an dem man die besten Traditionen der polnischen Küche erleben kann. Dank der dort veranstalteten Workshops erfährt man was „półgęski” sind, lüften die Geheimnisse von heimischen Käse und bringen Kindern bei, wie man den Tisch deckt.

Der Geschmack zählt

chef Dominik Brodziak (Platinum Palace)
 
Das Restaurant Platinum Palace an der Wyspiańskiego Straße ist die Küche von Dominik Brodziak, dem polnischen Repräsentanten im internationalen kulinarischen Wettbewerb Bocuse d'Or. „Meine Gerichte sind einfach und rein in ihrer Form. Ich setze auf den Geschmack und widme ihm die ganze Arbeit.”, erklärt Brodziak. Er erzählt von Kräutern, die er selber trocknet, von selbstgemachter Pasta oder davon, wie die Gäste einen Augenblick für sich finden und mit größerer Aufmerksamkeit sein Essen genießen.
Das sind nur einige Angebote von Posens kulinarischen Stadtplan. Es lohnt sich ein wenig auf eigene Suche zu gehen und auch den Service nach Empfehlungen oder speziellen Gerichten zu fragen, diesen Rat gaben alle gefragten Küchenchefs.

These are but a selected few spots on Poznań’s culinary map. It is a rewarding experience to look for your own favorite flavors and not to be afraid to ask the staff to recommend the dish of the day, or the chef’s speciality - such is the advice all of the interviewed chefs gave.

Text & Photo Jakub Pindych

Poznań in Bocuse d'Or 2020

Facebook

Facebook